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DRUCKFRISCH
Aktuelles zu SGB II-Reform, Social-Media-Verboten und Jugendberufsagenturen

Berlin 18.03.2026

In den Themengruppen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit (KV JSA) sind aktuell Positionen und Impulse erarbeitet worden, die auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen reagieren. Mit diesem Druckfrisch werden die Positionen gebündelt als Reaktion auf die Reform des Bürgergeldes zur neuen Grundsicherung und auf die Debatte über Social-Media-Verbote. Zudem bietet der KV JSA Vorschläge zur Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen aus der Perspektive junger Menschen.

Wohnen. Fördern. Vertrauen – für eine zukunftsfeste Grundsicherung im SGB II

Die geplante Reform des SGB II bringt junge Menschen und ihre Familien in eine zunehmend prekäre Lage. Statt soziale Teilhabe zu stärken, drohen aus Sicht des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit (KV JSA) unter anderem verschärfte Sanktionen und reduzierter Schutz bei Wohnkosten – ausgerechnet für jene, die ohnehin erhöhten Unterstützungsbedarf haben. Der KV JSA betont: Der Gesetzentwurf ist für junge Menschen mit Bezug auf die geplanten Änderungen im SGB II keine Grundsicherung, sondern führt zu mehr jungen Menschen in prekären Lebenslagen. Eine stabile Wohnsituation ist eine Voraussetzung für Schulbesuche, Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.

Zur Position "Wohnen. Fördern. Vertrauen."

Social Media für junge Menschen: befähigen statt verbieten

Ein generelles Verbot des Zugangs zu Social-Media-Angeboten für junge Menschen ist aus Sicht des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit der falsche Weg. Im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention müssen Schutz, Befähigung und Teilhabe ausbalanciert sein. Im Interesse junger Menschen darf ihre Altersgruppe vom Zugang zu Informationen, digitalen Räumen und gesellschaftlichen Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden. Mit einer Position nimmt der Kooperationsverbund an der Debatte teil und fordert, die Debatte sachlich und mit Beteiligung junger Menschen zu führen:

Zur Position "Social Media: Befähigen statt verbieten"

Jugendgerechte Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen

Die Stärkung der Jugendberufsagenturen (JBA) ist seit mehr als zehn Jahren in Koalitionsverträgen erwähnt. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit beschäftigt sich intensiv mit der Gestaltung der Jugendberufsagenturen und gibt Impulse und Hinweise aus der Praxis; vor allem zu Faktoren, die eine Jugendberufsagentur hilfreich für junge Menschen machen.

Impuls: Jugendgerechte Jugendberufsagenturen

Für den 6. Mai 2026 ist ein Austausch zu den Jugendberufsagenturen geplant. Die Online-Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr (bis 12:30 Uhr). Grundlage ist das Impuls-Papier, eine Anmeldung ist zeitnah über die Seite den Kooperationsverbundes möglich.

Redaktion

Michael Scholl
+49 30 28878959
dreizehn
Zeitschrift für Jugendsozialarbeit
„Jugendsozialarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“
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